Künstlerhaus Dortmund
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Austauschprogramm Atelierhaus Salzamt, Linz

2019
Daniel Stempfer (*1985, Braunau am Inn, in Österreich)


Unser diesjähriger Gastkünstler im Austauschprogramm mit dem Salzamt Linz ist Daniel Stempfer. In Österreich geboren, hat Daniel Stempfer 2013 als Meisterschüler von Prof. Willem de Rooij an der Städelschule Frankfurt sein Studium abgeschlossen. Ergänzt durch einen Aufenthalt 2011 an der Glasgow School of Art. Mehrere Artist in Residenceaufenthalte führten ihn nach Korea (2016), Japan (2017) und China (2016). 2018 war Daniel Stempfer für den deutschen ars viva Preis nominiert.
Sein Gastaufenthalt im Künstlerhaus ist nicht sein erster Aufenthalt im Ruhrgebiet. Im Sommer 2017 war er im Essener Off-Space „Trust Camp“ an der Gruppenausstellung „Normal“ beteiligt. Für seinen Aufenthalt in Dortmund will Daniel Stempfer an seine Erfahrungen und Kontakte in Essen und im Ruhrgebiet anknüpfen und neue Arbeiten entwickeln.
www.stempfr.com


Daniel Stempfer


2018
Sarah Stachl (AT)
Robert Matthes (DE)


Sarah Stachl (AT)
Gast aus Linz im Jahr 2018 war Sarah Stachl. Sie fotografiert vorgefundene Dinge oder Situationen als Dokumente für ihre weitere Arbeit, die ihr anschließend als Inspiration für eine Fotoserie einem Video, einem Objekt oder einer Skulptur dienen. Das Fundstück kann durch Addition und Subtraktion verschiedener Dinge verstärkt und geschwächt werden. Es handelt sich um Dinge, die wir alle sehen, die aber nicht jeder wahrnimmt. Sie nutzte die Zeit in Dortmund zur Vorbereitung einer größeren Arbeit im Aussenraum. Die in Metall ausgeführte Arbeit wurde schließlich in Linz präsentiert.


Sarah Stachl

Robert Matthes (DE)
Robert Matthes hat während seines Aufenthaltes in Linz an verschiedenen Standorten Ansichten und Ausschnitte aufgenommen und diese in seiner prozesshaften Malerei zusammengefügt. So entstand eine Bildwelt, in welcher der Mensch, durch die Kommunikationswelt manipuliert, im Fokus steht. Täglich ist er der Dauerbeschallung und Bilderflut unserer Informationsgesellschaft mit allen denk- baren Auswüchsen einer degenerierten Gesellschaft konfrontiert. Berauscht, blind und träge geworden „bewegt“ er sich durch sein modernes Schlaraffenland. Kann er all diesen Verlockungen und seiner Triebhaftigkeit widerstehen? Gibt es Auswege oder ist er schlichtweg „not strong enough to turn“?
www.robert-matthes.de

Robert Matthes


2017
Katharina Loidl (AT)
Steffi Lindner (DE)


Steffi Lindner (DE)
Der Linz-Aufenthalt im Jahr 2017 war von einer Neuerung auf Dortmunder Seite begleitet - Steffi Lindner wurde nach einer begrenzten Ausschreibung aus den ausstellenden KünstlerInnen des Vorjahres ausgewählt. Lindner hatte an der Ausstellung Keine Zeit im Künstlerhaus mit der Arbeit happy in bits teilgenommen. Die Zeit in Linz nutzte sie unter anderem zur Vorbereitung einer experimentellen Videoarbeit, die sich mit dem Wesen atmosphärischer Substanzen wie Wolken und Nebel befasste.


Steffi Lindner

Katharina Loidl (AT)
Nach der gemeinsamen Ausstellung der bisherigen Linz /Dortmund-StipendiatInnen im Januar in Linz besuchte uns im Mai die österreichische Künstlerin Katharina Loidl. Ihre Arbeit dreht sich in Installationen und Radierungen sowie Videoprojektionen um Verfremdung von medialen Wirklichkeiten ebenso wie um die Konfrontation von privaten und öffentlichen Räumen und den darin getauschten Blicken und Erfahrungen.


Katharina Loidl, Radierung


2016
Hubert Ebenberger (AT)
Denise Ritter (DE)


Hubert Ebenberger (AT)
Hubert Ebenberger, 1979 in Lilienfeld geboren, studierte von 2005 bis 2012 an der Kunstuniversität Linz Malerei. Seine Collagen, Objekte und Installationen entstehen aus einer prozesshaften Arbeitsweise, aber auch spontan aus einem Gefühl heraus. Neben farbigen ausufernden Arbeiten stehen im Kontrast dazu seine meditativen klaren Punktarbeiten, die von Dauer von Zeit erzählen. „Schon als Kind war ich mit meinen Geschwistern im Wald spielen oder wir halfen unseren Eltern bei der Holzarbeit. Die Verbindung zur Natur, zu den Bäumen ist geblieben. Ich fühle, dass Bäume mir gut tun, sie geben mir Kraft und beruhigen mich. Erst neulich fand ich ein Blatt mit schwarzen Punkten.“


Hubert Ebenberger, Foto: Hannes Woidich

Denise Ritter (DE)
Die Klangkünstlerin Denise Ritter realisiert Klanginstallationen mit elektroakustischen Kompositionen aus Audio-Aufnahmen realer Klangsituationen (z. B. Field Recordings und Soundscapes), wobei der geographische und topographische Orts- und Raumbezug des Hörbaren oft eine herausragende Rolle spielt. Während ihres einmonatigen Aufenthaltes in Linz hat sie an verschiedenen Standorten charakteristische Soundatmosphären der Stadt aufgenommen, so beispielsweise direkt unter der VÖEST-Brücke an der Donau, wo die Klänge der Flusslandschaft auf die metallenen Geräusche der Brückenkonstruktion treffen.
www.gegenort.com

Denise Ritter


2015
Thomas Kluckner (AT) www.thomaskluckner.com/
Nina Nowak (DE) www.ninanowak.de


2015 konnten wir anlässlich des Austauschprogrammes Thomas Kluckner als Gast begrüßen. In seinen Arbeiten baut er alltägliche Situationen als Objekte oder Rauminstallationen nach. Während seines Aufenthaltes entwickelte er eine Arbeit für einen Raum im Künstlerhaus in der Ausstellung ECHOES. Den Gegenbesuch nahm dann Nina Nowak im September vor. Für die KünstlerInnen ergab sich durch die Linz Connection eine unbürokratisch organisierte Residency, die von beiden zu einer produktiven Arbeitsphase genutzt wurde.

Thomas Kluckner, Foto: Hannes Woidich

Ateliersituation Linz, Nina Nowak


2014
Elisa Andessner (AT) www.elisa.andessner.net
Adriane Wachholz (DE) www.adrianewachholz.de


Im Kulturhauptstadtjahr 2010 nahm das Künstlerhaus an einem aus europäischen Geldern geförderten internationalen Städteaustauschprogramm Urban Interventions teil. Das Projekt wurde unter der Federführung der österreichischen Stadt Linz mit Partnern in Liverpool, Istanbul und weiteren europäischen Städten. Aus diesem anfänglichen Künstleraustausch entwickelte sich nach Auslauf der Förderung ein kontinuierlich weitergeführtes und vom Gastgeber aus einer Shortlist juriertes Residency-Programm auf bilateraler Ebene, hausintern die Linz Connection genannt. Üblicherweise besuchte seither ein Künstler aus Linz Dortmund im späten Frühjahr, im Gegenzug trat die Dortmunder KünstlerIn die Reise nach Linz im August/September an. 2015 geht dieses bilaterale Projekt bereits ins fünfte Jahr.
Im Jahr 2014 konnten wir Elisa Andessner als Gast begrüßen. Ihre Arbeiten kombinieren Performance, inszenierte Photographie und Video. Sie hatte Gelegenheit,an den Offenen Ateliers teilzunehmen, und konnte so die vor Ort erarbeiten Fotografien bereits dem interessierten Publikum präsentieren. Den Gegenbesuch nahm dann Adriane Wachholz im September vor. Für die beiden Künstlerinnen ergab sich so eine unbürokratisch organisierte Residency, die von beiden zu einer produktiven Arbeitsphase genutzt wurde.


Elisa Andessner, Foto: Anett Frontzek


Ateliersituation Linz, Adriane Wachholz

Fotos: Die KünstlerInnen, wenn nicht anders angegeben

Konzept und Organisation
Mitglieder des Künstlerhaus Dortmund

Kooperationspartner
Salzamt Linz